Wie Neu- und Umlernen gelingt:
Zehn Tipps vom Profi

Die Soziologin Dr. Daniela Jäkel-Wurzer rät:

  1. Unterstützer suchen: Mit ihnen können Sie auf Augenhöhe reflektieren: Wo stehen Sie gerade?
  2. Praxis vor Theorie: Meine jahrelange Erfahrung zeigt: In der Praxis lernt es sich oft schneller als in Weiterbildungen.
  3. Netzwerk aufbauen: Ob im Unternehmen, im Umfeld, in der Familie oder mit Sparringspartnern im Coaching-Bereich – wer sich ein gutes Netzwerk knüpft, profitiert vom Wissen der Vielen.
  4. Sich fokussieren: Oft haben Nachfolgerinnen Zweifel und schätzen ihre Kompetenzen zu gering ein. Das verleitet leicht zu Aktionismus. Viele stürzen sich dann von einer Weiterbildung in die nächste. Es ist besser, sich zu fragen: Was ist wirklich wichtig? Wo kann ich meine Fähigkeiten gerade gut einbringen? Und: Welcher Bereich braucht mich gerade?
  5. Aktionsplan schreiben: Ich empfehle, aus den Erkenntnissen, die Sie aus Ihrer Fokussierung gezogen haben, einen „Schritt-für-Schritt“-Plan zu erstellen.
  6. Stakeholder analysieren: Schauen Sie sich genau in jedem Bereich des Unternehmens um: Wen gibt es, von dem Sie lernen können? Und: Wem können Sie vertrauen? Beziehen Sie diese Personen mit in Ihr Handeln ein.
  7. Auszeiten einplanen: Wer zu viel will, landet schnell im Tunnel. Daher rate ich – auch wenn es manchmal unmöglich erscheint – zu bewussten und regelmäßigen Pausen.
  8. Selbstbewusstsein stärken: Besinnen Sie sich auf Ihre eigenen Stärken und fragen Sie sich: Was können Sie wirklich gut?
  9. Aufgaben bewusst abgeben: Sie müssen nicht alles können. Schauen Sie sich um: Wer kann Sie unterstützen, bei Themen, die Ihnen nicht liegen?
  10. Ziele stecken: Wo wollen Sie in drei oder fünf Jahren sein? Wie kommen Sie dort hin?