HaysWorld
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HaysWorld 02/18
DIE ARBEIT RUFT

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HaysWorld 01/18
ENTSCHEIDEN

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HaysWorld 02/17
MUT

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HaysWorld 01/17
EINFACHHEIT

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HaysWorld 02/16
KREISLAUF

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HaysWorld 01/16
STRUKTUREN

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HaysWorld 02/15
LEISTUNG

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HaysWorld 01/15
FÜHRUNG

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HaysWorld 02/14
VERTRAUEN

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HaysWorld 01/14
TEAMS

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HaysWorld 01/13
Intuition

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HaysWorld 02/13
Bewegung

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HaysWorld 01/12
Spielen

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HaysWorld 02/12
Intelligenz

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Editorial

Im Spiel lassen sich komplexe Themen und Prozesse greifbar machen und anschaulich erproben.

Liebe Leserinnen und Leser,

„Wir spielen immer; wer es weiß, ist klug“, schrieb der österreichische Erzähler und Dramatiker Arthur Schnitzler einmal. Und tatsächlich: Wir spielen Theater, Rollen, Gesellschaftsspiele und am Computer. Wir spielen mit Worten, Bällen, Gefühlen, mit der Macht und manchmal auch mit dem Feuer. Das Spiel ist allgegenwärtig – und das aus gutem Grund, wie der Psychiater und Psychologe Manfred Spitzer im Interview bestätigt: Im Spiel sind wir aktiv bei der Sache, probieren Neues aus und haben Spaß: wichtige Voraussetzungen für rasches Lernen.

Dennoch tut man sich hierzulande schwer mit dem Thema. Zu unernst für eine Welt, in der es auf Vernunft, Rationalität und Ergebnisorientierung ankommt, so das weitläufige Urteil. Rainer Buland, Leiter des Instituts für Spielforschung am Mozarteum in Salzburg, führt diese Haltung auf die im 19. Jahrhundert etablierte Arbeitsethik zurück. Sie dränge bis heute den Mut zum spielerischen Ausprobieren im deutschsprachigen Kulturraum zurück, wie er im Artikel „Spielen ist lebenswichtig“ beschreibt.

Kein Wunder also, dass das Spiel seinen Einzug in die Ökonomie zunächst durch die Hintertür genommen hat – in Form von handfester Wissenschaft nämlich: Die Spieltheorie und ihre Erkenntnisse, für die es 1994 immerhin den Wirtschaftsnobelpreis gab, haben sich in der Geschäftswelt mittlerweile fest etabliert. Denn sie helfen Unternehmen ganz praktisch, die Regeln des Business zu verstehen und selbst zu gestalten – sei es bei der Strategiefindung, der Preis- und Marktgestaltung oder im Einkauf. Wie das genau funktioniert, skizziert der Artikel „Wir wollen doch nur spielen“ .

„Nur spielen“ lautete auch der Auftrag an zwölf Manager der Fraport AG. Um Zukunftsszenarien für den Frankfurter Flughafenbetreiber zu entwickeln, ließ sie der Leiter der internationalen Personalentwicklung Knut R. Walther keine abstrakten PowerPoint-Folien erstellen, sondern stellte ihnen Lego auf den Tisch. Seitdem ist er überzeugt: Die Bausteine taugen nicht nur für das Kinderzimmer, sondern auch für den Konferenzraum. Denn mit ihrer Hilfe lassen sich komplexe Themen und Prozesse greifbar machen und anschaulich erproben.

Nicht zuletzt wollen auch wir Sie zum Spielen ermutigen. Deshalb zieht sich unser Gewinnspiel – das Thema verpflichtet – in dieser Ausgabe durchs ganze Heft. Die Lösung können Sie unter www.haysworld.de eingeben und dabei gleich die neue Onlineausgabe unseres Magazins kennenlernen. Diese bietet Ihnen neben weiterführenden Informationen, Bildergalerien und Videos auch die Möglichkeit, einzelne Artikel zu kommentieren oder mit anderen zu teilen.Ob analog oder digital – ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

Klaus Breitschopf
Vorstandsvorsitzender der Hays AG

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