HaysWorld
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HaysWorld 01/18
ENTSCHEIDEN

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HaysWorld 02/17
MUT

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HaysWorld 01/17
EINFACHHEIT

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HaysWorld 02/16
KREISLAUF

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HaysWorld 01/16
STRUKTUREN

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HaysWorld 02/15
LEISTUNG

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HaysWorld 01/15
FÜHRUNG

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HaysWorld 02/14
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HaysWorld 01/14
TEAMS

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HaysWorld 01/13
Intuition

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HaysWorld 02/13
Bewegung

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HaysWorld 01/12
Spielen

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HaysWorld 02/12
Intelligenz

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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

auf welche Position man sich heute auch bewirbt – eine Kompetenz ist immer gefordert: Teamfähigkeit. Und das aus gutem Grund. Um dem stetig wachsenden Wettbewerbsdruck zu begegnen, suchen Unternehmen nach effizienteren und flexibleren Arbeitsformen. Dabei setzen sie zunehmend auf Projektarbeit in  wechselnden Teams. Denn Teams, so die Erwartung, arbeiten produktiver,  innovativer und qualitativ hochwertiger.

Eine Ansicht, die der Volkswirt Matthias Sutter teilt: „Durch die Kooperation mehrerer Personen in einem Team können alle zusammen mehr erreichen“, bestätigt der Professor für Experimentelle Wirtschaftsforschung an der Universität Innsbruck im Interview. Mehr noch: „Teams handeln klüger und lernen schneller als Individuen.“ Das haben seine Forschungen zum ökonomischen Entscheidungsverhalten von Individuen und Gruppen ergeben.

Wirklich? Managementguru Manfred K. Sprenger ist da ganz anderer Meinung. Das Team sei die Unterwerfung der Begabten unter die Mittelmäßigen, kritisiert der Bestsellerautor immer wieder. Ähnlich hart urteilt der Teamforscher Dietrich von der Oelsnitz: Teamarbeit sei weit davon entfernt, das Allheilmittel für alle Tätigkeiten zu sein, und fungiere nur allzu oft als Deckmäntelchen für Entscheidungsschwache, Faulenzer und Minderleister.

Haben Teams demnach ausgedient? Keineswegs! Mit der Schnelllebigkeit der globalen Wirtschaftswelt und ihren hochkomplexen Geschäftsprozessen kommen gut funktionierende Arbeitsgruppen allemal besser zurecht als Einzelpersonen. Nur eignet sich diese Arbeitsform eben nicht für alle Aufgaben. Und: Es gibt sie nicht zum Nulltarif. Im Gegenteil. Sie erfordert eine kluge und eindeutige Rollenverteilung, klar formulierte Ziele und Regeln und bedeutet einen nicht unerheblichen Kommunikations- und Koordinationsaufwand.

Sind die einzelnen Mitglieder bereit, diesen Invest zu leisten, dann funktioniert ein Team auch unter besonderen Umständen, wie die Artikel über virtuelle Teams, Krisenteams und Kreativteams beschreiben. Keine dieser Arbeitsgruppen bietet Platz für Kuschelecken, dafür eine Menge Teamgeist, der sich von Einsatzbereitschaft, Verantwortung, gegenseitigem Respekt und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sowie die der anderen nährt.

Teamarbeit hat eben nichts mit Lagerfeuerromantik zu tun, sondern bedeutet in der Regel „eine Komplexitätsstufe mehr“, wie Gabriele Fischer im Wirtschaftsmagazin brand eins einmal geschrieben hat. So gesehen, wird Teamfähigkeit auch in Zukunft eine gefragte Kompetenz sein.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine anregende Lektüre.

Klaus Breitschopf, Vorstandsvorsitzender der Hays AG

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