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Hays’ Corner

DRUCK AUF GLOBALEM ARBEITSMARKT STEIGT

Das Angebot an qualifizierten Arbeitskräften hält kaum noch mit der steigenden Nachfrage Schritt. Dadurch intensiviert sich der Kampf um Fachkräfte, und der Druck auf Unternehmen, die Gehälter für qualifizierte Mitarbeiter zu erhöhen, steigt. Dies geht aus dem Hays Global Skills Index 2015 hervor.

Besonders deutlich wird der Arbeitskräftemangel auf Märkten, die im letzten Jahr stark gewachsen sind, z. B. in den USA und in Großbritannien. Ein Blick auf Deutschland zeigt: Der Lohndruck ist nach wie vor ein zentrales Thema auf dem Arbeitsmarkt - speziell in den hoch qualifizierten Bereichen wie IT und Finanzwesen. Dies trug wesentlich zu dem kritischen Indexwert von 6,4 für Deutschland bei. Die steigende Zahl der offenen Stellen deutet zudem darauf hin, dass der Bedarf an Fachkräften groß bleibt.

Für Klaus Breitschopf, CEO der Hays AG, deckt sich dieses Ergebnis mit seiner Einschätzung des deutschen Arbeitsmarktes: "Hierzulande besteht vor allem im Bereich Industrie 4.0 ein großer Bedarf an Fachkräften, deren Anzahl jedoch begrenzt ist." Für ihn wäre es deshalb wichtig, dass das Bildungssystem noch stärker an die Anforderungen der Wirtschaft angepasst wird. Erschwerend kommt seiner Meinung nach hinzu, "dass der stark regulierte Arbeitsmarkt die Flexibilität von Unternehmen spürbar einschränkt".

In Österreich stellt sich die Situation dagegen entspannter dar: Zwar ist der Index leicht auf 5,1 gestiegen, aber die Zahl der Vakanzen wie auch die Langzeitarbeitslosigkeit haben sich verringert. Mit einem Wert von 4,6 steht der Schweizer Arbeitsmarkt noch geringer unter Druck. Hier wirken sich der nachlassende Fachkräftemangel und der geringere Lohndruck positiv auf den Index aus.

Aus den Daten kristallisieren sich vor allem drei länderübergreifende Entwicklungen heraus: So zeigt sich eine beunruhigende Beschäftigungslücke zwischen der Anzahl der derzeit beschäftigten Arbeitskräfte und der hypothetischen Anzahl an Mitarbeitern, die heute unter den vor der Finanzkrise herrschenden Bedingungen beschäftigt wären. Immer noch beträgt der negative Saldo über elf Millionen - das ist jeder 20. Arbeitnehmer, der noch keinen neuen Arbeitsplatz gefunden hat.

Darüber hinaus wirkt sich gerade in hoch spezialisierten Branchen mit einem großen Bedarf an qualifizierten Spezialisten der Mangel an Fachkräften negativ auf die Produktivität aus. Viele Arbeitnehmer sind für ihre Stellen entweder über- oder unterqualifiziert.

Hier gelte es, so das Fazit des Index, schnell geeignete gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, um Wachstum zu fördern, neue Stellen zu schaffen und Menschen Beschäftigungschancen zu eröffnen. Daher müsse sich der Staat noch stärker engagieren. Nicht nur, um die Konjunktur zu beleben: Vielmehr müsse Unternehmen gezielt Zugang zu Fachkräften verschafft werden.