HaysWorld
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HaysWorld 02/18
DIE ARBEIT RUFT

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HaysWorld 01/18
ENTSCHEIDEN

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HaysWorld 02/17
MUT

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HaysWorld 01/17
EINFACHHEIT

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HaysWorld 02/16
KREISLAUF

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HaysWorld 01/16
STRUKTUREN

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HaysWorld 02/15
LEISTUNG

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HaysWorld 01/15
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HaysWorld 02/14
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HaysWorld 01/14
TEAMS

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HaysWorld 01/13
Intuition

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HaysWorld 02/13
Bewegung

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HaysWorld 01/12
Spielen

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HaysWorld 02/12
Intelligenz

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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

Klaus Breitschopf, Vorstandsvorsitzender der Hays AG.
Klaus Breitschopf, Vorstandsvorsitzender
der Hays AG. Foto: Daniel Lukac

da ist sie wieder, die alte Angst, dass die Maschinen uns Menschen ersetzen. Sie begleitet uns in wiederkehrenden Wellen seit den Anfängen der industriellen Revolution und scheint heute aktueller denn je. So kommt eine Oxford-Studie, die für den US-Arbeitsmarkt die Automatisierungswahrscheinlichkeit von 700 Berufsgruppen analysiert hat, zu dem Schluss, dass in den kommenden 20 Jahren fast die Hälfte aller Arbeitsplätze bedroht ist. Der Zukunftsforscher Jeremy Rifkin und der italienische Informatiker Frederico Pistono predigen gar das „Ende der Arbeit“.

Wirklich? Die Gegenstimmen mehren sich. Das Weltwirtschaftsforum zum Beispiel kommt in seiner Studie „Die Zukunft der Arbeitsplätze 2018“ zu einem anderen Ergebnis: Die Digitalisierung schaffe mehr Jobs, als sie zerstöre, so die Experten. Die Wirtschaft verstehe heute die Möglichkeiten, die sich ihr durch die neuen Technologien eröffneten, sehr viel besser, begründen sie ihren Optimismus. Die Arbeitssoziologin Sabine Pfeiffer überrascht das nicht: „Ein Blick in die Geschichte verrät: Zwar sind bei jedem Automatisierungsschritt bestimmte Tätigkeiten oder Berufe weggefallen, aber es wurden auch immer wieder völlig neue geschaffen“, so die Professorin im Interview.

Fakt ist: Wie Mensch und Technik in der Arbeitswelt von morgen zusammenspielen werden und wie sich dies auf den Arbeitsmarkt oder einzelne Berufsbilder auswirken wird, ist momentan nur bedingt vorhersehbar. Sicher hingegen ist: Die digitale Revolution ist in vollem Gange und um uns zukunftsfähig zu halten, sollten wir das können, wozu Maschinen nicht in der Lage sind. Zum Beispiel komplexe Probleme lösen, Hypothesen bilden oder Alternativen erarbeiten, wie Stefan Rüping im Interview erklärt. Denn kreatives Denken, so die Überzeugung des Big-Data-Forschers, „ist und bleibt Menschensache!“

Das ist auch unser Credo. Mehr noch: Wir bei Hays glauben fest daran, dass der Faktor Mensch umso wichtiger wird, je weiter Automatisierung und Digitalisierung voranschreiten – und das nicht nur bezogen auf die Arbeitswelt allgemein, sondern auch auf unser ureigenes Geschäft: die Vermittlung von Experten in Projekte, Festanstellung oder auf Zeit. Natürlich setzen auch wir auf Prozessauto­matisierung und Matching-Algorithmen – aber sie ersetzen die persönliche Bindung nicht! Sie verschaffen uns lediglich mehr Zeit, unseren eigentlichen Aufgaben nachzugehen: zu prüfen, ob ein Kandidat kulturell und von seinen Soft Skills her in ein Unternehmen passt; zukunftssichere Sourcing-Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln; vor allem aber Kunden wie Kandidaten marktorientierte, datengestützte und individuelle Orientierung entlang des gesamten Rekrutierungsprozesses zu bieten.

In diesem Sinne: ran an die Arbeit! Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen

Ihr Klaus Breitschopf
Vorstandsvorsitzender der Hays AG

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