Joachim Rotzinger, Geschäftsführer der Haufe Group, über die Notwendigkeit zum Strukturwandel

Anforderungsprofil für
die Digitalisierung

Frank Schabel, Pressesprecher und  Head of Marketing/Corporate Communications bei der Hays AG
Frank Schabel, Pressesprecher und Head of Marketing/Corporate Communications bei der Hays AG
Foto: Daniel Lukac

Mental kompetent und eher Generalist als Spezialist – was in der Arbeitswelt von morgen gefragt ist.

Soft Skills sind out – oder besser: der falsche Begriff, um auf die besonderen Anforderungen in der Arbeitswelt der Zukunft vorbereitet zu sein. Natürlich müssen Arbeitnehmer weiterhin – neben ihrer fachlichen Qualifikation – begeisterungs-, team- und kommunikationsfähig sein. Aber um mit dem raschen Wandel durch die Digitalisierung zurechtzukommen, bedarf es zusätzlicher Eigenschaften, die man als „mentale Kompetenzen“ bezeichnen könnte. Das zeigt auch der HR-Report 2017 [https://www.hays.de/personaldienstleistung-aktuell/studie/hr-report-2017], den Hays gemeinsam mit dem Institut für Beschäftigung und Employability IBE durchgeführt hat. An dieser empirischen Studie nahmen knapp 600 Führungskräfte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teil. Gefragt, wo sie den größten Handlungsbedarf bei Kompetenzerwerb und -vermittlung sehen, nannten sie am häufigsten folgende drei Punkte: die Bereitschaft, sich auf Veränderungen aktiv einzulassen; die Fähigkeit zum Umgang mit Komplexität; sowie die Fähigkeit, mit Unsicherheiten und Risiken umzugehen. Das geht weit über klassische Soft Skills hinaus. Erst mit diesen mentalen Kompetenzen wird sich ein fachlich qualifizierter Mitarbeiter erfolgreich den neuen Herausforderungen stellen können.


Doch damit nicht genug. Auch bei den Hard Skills zeichnet sich eine Veränderung ab, wie gemeinsame empirische Studien von Hays und dem Beratungsunternehmen Pierre Audoin Consultants zeigen. Untersucht wurden exemplarisch die drei Branchen Automobil [https://www.hays.de/personaldienstleistung-aktuell/studie/automotive-im-digitalen-wandel], Banken [https://www.hays.de/personaldienstleistung-aktuell/studie/banken-im-digitalen-wandel] und Pharma [https://www.hays.de/personaldienstleistung-aktuell/studie/pharma-im-digitalen-wandel] – das Ergebnis war immer dasselbe: Es gibt eine Tendenz zu Generalisten mit branchen- und themenübergreifender Erfahrung. Die Unternehmen präferieren sie vielfach gegenüber ausgemachten Branchen- und Themenspezialisten. Grund dafür ist auch in diesem Fall die Digitalisierung: Man traut dem einschlägig erfahrenen Generalisten eher als dem Spezialisten zu, sich flexibel auf neue fachliche Anforderungen einstellen zu können.

Frank Schabel, Pressesprecher und Head of Marketing / Corporate Communications, Hays AG