Welcher
Entscheidungstyp sind Sie?

Sie können sich nur schwer entscheiden, lassen sich stark von anderen beeinflussen oder manövrieren sich mit Ihren impulsiven Schnellschüssen regelmäßig ins Chaos? Selbsterkenntnis ist der erste Schritt, um bessere Entscheidungen zu treffen. Dabei hilft Ihnen der Entscheidungstypentest von Maja Storch. Erkennen Sie sich wieder?

Typ 1: Langsamer Brüter

Erkennungssignale: Sie geraten selbst bei relativ unwichtigen Entscheidungen leicht ins Grübeln. Oft wären Sie gerne spontaner, doch stattdessen brauchen Sie meist viel Zeit für Entscheidungen.

Stärken/Schwächen
: Die Stärke der langsamen Brüter liegt im vorausschauenden Planen. Situationen, die schnelle Entscheidungen erfordern, setzen sie dagegen unter Druck und machen sie oft unsicher und unzufrieden.

Optimale Strategie: Überlegen Sie im Vorfeld, welche Entscheidungen im privaten oder beruflichen Umfeld auf Sie zukommen. Spielen Sie die Situation in Gedanken gründlich durch und planen Sie adäquate Reaktionen im Voraus.

Typ 2: Körperlos

Erkennungssignale: Sie merken oft erst viel später, wenn Sie etwas ärgert, und haben oft Schwierigkeiten, die richtigen Worte zu finden, um anderen mitzuteilen, was wirklich in Ihnen vorgeht. Die eigenen Gefühle einzuschätzen, fällt Ihnen schwer.

Stärken/Schwächen: Körperlose ähneln Commander Spock von Raumschiff Enterprise. Als Kopf auf zwei Beinen können sie ausgezeichnet analysieren, was theoretisch sinnvoll wäre. Allerdings haben sie kaum Zugang zu ihrem emotionalen Erfahrungsgedächtnis. Es fällt ihnen deshalb schwer, persönliche Ziele und Bedürfnisse von externen Anforderungen zu unterscheiden. Deshalb laufen sie Gefahr, sich physisch und psychisch zu überlasten.

Optimale Strategie: Schulen Sie Ihre Eigenwahrnehmung. Was empfinden Sie, wenn Sie beispielsweise ein Bild betrachten oder Musik hören? Auch Übungen wie Yoga, Qigong oder Atemtherapien können Ihre Antennen für körperliche Signale stärken.

Typ 3: Schnellentscheider

Erkennungssignale: Ihre Entscheidung ist meist schon gefallen, bevor Sie sich alle Alternativen angehört haben. Sie entscheiden gerne − auch wenn Ihre Impulsivität Sie öfter in Schwierigkeiten bringt.

Stärken/Schwächen: Schnellentscheider haben ein gutes Bauchgefühl. Insbesondere positive somatische Marker nehmen sie sehr gut wahr und wollen ihnen folgen. Ihre Impulsivität und Begeisterungsfähigkeit führt allerdings oft dazu, dass sie Entscheidungen nicht gründlich durchdenken und sich zwischen lauter guten Ideen und spannenden Projekten verzetteln.

Optimale Strategie: Nicht immer gleich sauer werden, wenn Ihnen Partner, Freunde oder Kollegen dazu raten, Ihr neustes Vorhaben nochmal gründlich zu überdenken. Geben Sie Ihrem Verstand Zeit zur Rückmeldung. Ein Analytiker wie Mr. Spock wäre für Sie vor wichtigen Entscheidungen der optimale Sparringspartner.

Typ 4: Unsicher

Erkennungssignale: Ihnen fällt es nicht schwer, sich am Riemen zu reißen und spontane Impulse zu unterdrücken. Dafür haben Sie oft das Gefühl, das wahre Leben rausche irgendwie an Ihnen vorbei.

Stärken/Schwächen: Ähnlich wie Schnellentscheider können auch Unsichere ihre somatischen Marker ausgezeichnet wahrnehmen − allerdings hören sie nur selten auf ihren Körper. Stattdessen treffen sie oft „rationale“ Entscheidungen, die nicht zu den eigenen Bedürfnissen passen und die sie anschließend bereuen.

Optimale Strategie: Ihr Zauberwort heißt „Moment“. Lassen Sie sich nicht von vermeintlichen Sachzwängen überrumpeln. Nehmen Sie sich Bedenkzeit, um widersprüchliche Signale von Kopf und Bauch möglichst in Einklang zu bringen. Fordern Sie diese Bedenkzeit auch bewusst ein, wenn andere Sie mal wieder „zur Vernunft“ drängen.

Typ 5: Feedback-Entscheider

Erkennungssignale: In der Regel gelingt es Ihnen zuverlässig, Kopf und Bauch in Einklang zu bringen. Sie sind innerlich mit sich im Reinen und meist zufrieden mit Ihren Entscheidungen.

Stärken/Schwächen: Feedback-Entscheider treffen Entscheidungen nach bestem Wissen und im Einklang mit dem persönlichen Erfahrungsschatz. Statt Signale von Kopf oder Bauch zu überhören oder bewusst zu unterdrücken, nehmen sie sich die Zeit für mehrere Feedback-Schleifen, um etwaige Widersprüche in Einklang zu bringen.

Optimale Strategie: Glückwunsch, Sie machen alles richtig. Weiter so.

Quelle: „Das Geheimnis kluger Entscheidungen“ von Maja Storch (Piper Verlag, 10 €) Beim ISMZ finden Sie den vollständigen Test auch zum kostenlosen Download: www.ismz.ch